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Die verschiedenen Arten der Textilveredelung

Der Flexdruck

Oberfläche: glatt, leicht glänzend 

 

Der Flexdruck wird mit einem Schneideplotter umgesetzt, der die Vorlage aus der Flexfolie ausschneidet. Das nicht benötigte Material wird beim Schneiden vom Träger manuell entfernt, so dass nur das gewünschte Motiv auf der Folie verbleibt. Diese Folie, die als entgitterte Folie bezeichnet wird, wird dann mittels einer Transferpresse auf den Stoff aufgepresst.

Sehr gut für Namen, Zahlen oder Sonderfarben geeignet

Bedingt dadurch, dass der Flexdruck keine Rüstkosten mit sich bringt, ist er besonders für die Erstellung von Einzelstücken gut geeignet. Umsetzbar sind mit diesem Druckverfahren sowohl Motive wie auch Schriftzüge und Zahlen. Allerdings bietet der Flexdruck keine besondere Farbenvielfalt, deshalb ist der besonders für einfarbige Drucke geeignet. Wird der Flexdruck mehrfarbig umgesetzt, sollte dies eher in geringen Auflagezahlen geschehen.

Die Vorteile:
 sehr langlebigbrillante Farben durch absolute Deckkraft
 ideal für filigrane Motive 
 und Schriftensehr hohe Waschbeständigkeit
 bis zu 60°Cgeeignet für Baumwolle,
 Mischgewebe und Polyester
 große Farbauswahl
 keine Vorkosten für Siebe  und Einrichtung

Kontra:
 nur bis 3-farbige Drucke realisierbar
 Dateiformat: nur Vektorgrafiken .eps, .ai, .cdr, .pdf
 Farbverläufe sind nicht möglich

Der Flockdruck

Oberfläche: samtig, plüschig weich

Beim Flockdruck wird der Stoff zunächst mit einem Dispersionskleber benetzt. Hierbei handelt es sich um einen wassergelösten, thermoplastischen und hitzebeständigen Kunststoff mit einer hohen Klebekraft. Darauf werden nachfolgend die Flockfasern aufgestreut. Das Auftragen erfolgt im Siebdruckverfahren. Das zu bearbeitende Stoffstück wird auf eine Metallplatte aufgelegt, die mit dem sogenannten Elektrostaten, einen Gerät, das eine Hochspannung erzeugt, verbunden ist. Der Elektrostat sorgt für einen Spannungsaufbau zwischen dem Flockbehältnis und der Metallplatte. An der Unterseite des Flockbehälters wiederum befindet sich ein Sieb, durch das die Flockfasern durchdringen können. Der Hochspannungserzeuger leitet dann etwa 90 KV Spannung durch das entsprechende mit Flockfasern gefüllte Behältnis. Diese gelangen auf das Textil, das es zu beflocken gilt. Bedingt durch die Leitfähigkeit der Fasern wird ein präzises Klebebett erzeugt.

Nachfolgend wird das beflockte Textil in einem Trockenofen getrocknet. Dann werden im letzten Arbeitsschritt die überschüssigen Fasern entfernt. Diese Druckmethode bringt eine plastische Oberfläche und wird gern verwendet, wenn Mannschaftskleidung von Sportlern bedruckt werden soll.

Die Vorteile:
 sehr langlebig
 brillante Farben durch absolute Deckkraft
erhabenes Druckbild durch das samtige, dickere Material
 sehr hohe Waschbeständigkeit
 bis zu 60°C
 geeignet für Baumwolle, Mischgewebe und Polyester
 große Farbauswahl
 keine Vorkosten für Siebe und Einrichtung

Kontra
 nur bis 3-farbige Drucke realisierbar
 Dateiformat: nur Vektorgrafiken .eps, .ai, .cdr, .pdf
 Farbverläufe sind nicht möglich
 durch das dickere, samtige Material sind keine flilgranen Motive oder Schriften möglich

Der Digitaldruck

Oberfläche: glatt, mit leichter Textilstruktur

Beim digitalen Direktdruck handelt es sich um ein Ink-Jet-Verfahren, bei dem die Farbe auf das Textil aufgesprüht wird. Damit ist es möglich, sowohl helle wie auch dunkle Textilien aus Baumwolle mit intensiven Druckmotiven zu verzieren.

Günstig und attraktiv

Der digitale Direktdruck bildet aktuell das modernste Druckverfahren, um Textilen individuell mit Grafiken oder Fotos zu bedrucken. Durch den digitalen Direktdruck ist es möglich, Baumwolltextilien auch in kleinen Stückzahlen in hoher Qualität und zu günstigem Preis zu bedrucken.

Der digitale Direktdruck ist ein erweiterter Tintenstrahldruck

Die Besonderheit beim Digitalen Direktdruck liegt darin, dass er keine teuren Druckvorlagen oder -formen braucht. Der Druck wird digital mit einem Ink-Jet-Drucker und einem verbundenen Computer umgesetzt. Damit handelt es sich hier um eine Erweiterung des klassischen Tintenstrahldruckers, denn auch dieser Druck bringt die Farbe direkt auf das Druckmedium. Mittels dieses Druckverfahren sind auch aufwändige und farbenfrohe Grafiken auch mit Farbverläufen umsetzbar.

 

Die Vorteile:
 unbegrenzte Farbenvielfalt
 brillante Farbwiedergabe auch auf farbigen Textilien
 Farbverläufe und filigrane Motive sind druckbar
 sehr gute Waschbeständigkeit bis zu 40°C
 geeignet für Baumwolle und Mischgewebe
 keine Vorkosten für Siebe und Einrichtung
 Dateiformate: vielseitige Bild- und Vektorgrafiken .jpg .png, .tiff, .eps mit 300 dpi

Die Bestickung

haltbarste Möglichkeit zu veredeln

Bei der Bestickung wird das ausgewählte Motiv oder der Schriftzug durch Stickmaschinen umgesetzt. Diese Maschinen funktionieren mit Computerprogrammen, bei denen spezielle Stickprogramme erstellt werden. Danach wird mittels des programmierten Programms die Bestickung umgesetzt.

Die Stichzahl bestimmt den Preis wesentlich

Die Fixierung der Kosten ist bei der Bestickung schwieriger, da die Kosten auch im Hinblick auf die zu erstellenden Stiche ermittelt werden müssen. Damit die genauen Kosten für die Bestickung ermittelt werden können, ist es wichtig zu wissen, wie viele Stiche für die Umsetzung eines Motives erforderlich sind.

Hochwertige Textilveredelung

Die Stickerei kann mehrfarbig und in diesem Zusammenhang auch mit Schriftzügen oder grafischen Motiven umgesetzt werden. Die Bestickung ist langlebig und waschbeständig, dabei sieht sie besonders hochwertig und attraktiv aus. Bestickt werden können auch dehnbare Materialien wie T-Shirts.

Die Vorteile:
 Sie erschaffen eine edle Wirkung bei Ihren Kunden
 hervorragende Waschbeständigkeit
 Stickereien halten bei richtiger Behandlung auch länger als Drucke und sind farbecht
 große Farbauswahl

Der Siebddruck

Der Siebdruck wird mit einer Druckform aus feinmaschigem Gewebe umgesetzt, das in einen Rahmen eingespannt ist. Der Siebdruck kann auf Textilfasern wie Seide umgesetzt werden, üblicherweise werden in der Industrie aber Nylon oder Polyester genutzt, denn diese haben auch bei geringer Fadendicke eine besondere Zugfestigkeit und sie sind zudem spannbar. Aber auch Gewebe aus dünnen Metalldrähten werden genutzt.

Wie wird der Siebdruck umgesetzt?

Für den Siebdruck wird das zu bedruckende Textil in einen Rahmen gespannt. Beim Ausüben des Hobbys kann auf einen Holzrahmen gesetzt werden, in der industriellen Fertigung kommen Alu-Rahmen zum Einsatz. Aluminium ist ein leichtes Material, das auch bei Verwendung von großen Sieben mit intensiver Gewebespannung formstabil bleibt. Dazu ist Aluminium wasserunempfindlich und verliert nie seine Form. Die Herstellung der Siebe für den Siebdruck ist aufwendig, da eine detaillierte Feinabstimmung im Hinblick auf die Gewebespannung wichtig ist. Nur selten stellen Druckereien deshalb ihre eigenen Siebe her.

Der Siebdruck ist eines der vielfältigsten Druckverfahren, das sowohl für Metall wie auch Kunststoff, Textilien, Keramik und Glas genutzt werden kann. Dabei ist es auch möglich, dreidimensionale Objekte mittels Siebdruck zu bearbeiten.

 hohe Auflagen werden kostengünstig umgesetzt
 sehr gute Waschbeständigkeit des Druckmotivs
 Druckfarben können nach den Farbsystemen Pantone und HKS wiedergegeben werden
 schnelle Umsetzbarkeit auch bei kleineren Auflagen (ab 20 Teile)
 Farbverläufe sowie feinste Druckdetails sind möglich